Der Münchshof
Der Münchshof ist ein Ort mit Geschichte. Und ein Ort, der sich immer wieder verändert.
Landwirtschaft und Tiere gehören seit Jahrhunderten hierher. Generationen haben diesen Hof geprägt, ihn weiterentwickelt und ihm ihre eigene Handschrift gegeben.
Heute stehen die Pferde im Mittelpunkt.
Was dabei geblieben ist, ist die Überzeugung, dass gute Pferde Zeit brauchen. Zeit, um zu wachsen, zu lernen und Vertrauen zu entwickeln.
Und Menschen, die bereit sind, ihnen diese Zeit zu geben.

Unsere Philosophie
Ein gutes Pferd erkennt man nicht an einem einzigen großen Tag. Sondern an all den Tagen davor und danach.
Erfolge gehören zur Pferdezucht. Wir freuen uns über ein Prämienfohlen, eine erfolgreiche Leistungsprüfung, eine besondere Stute oder ein Pferd, das im Sport seinen Weg findet.
Aber keiner dieser Tage steht für sich allein.
Davor liegen die Entscheidung für eine Anpaarung, die Geburt eines Fohlens, seine Aufzucht und viele kleine Schritte auf dem Weg zum erwachsenen Pferd. Danach kommen all die Jahre, in denen sich zeigen muss, was wirklich geblieben ist.
Deshalb möchten wir Pferde nicht nur für einen besonderen Moment vorbereiten.
Wir möchten ihnen ein Fundament mitgeben.
In der Zucht suchen wir nach gesunden, leistungsbereiten und charakterstarken Pferden. In der Aufzucht sollen sie Pferd sein dürfen. Und in der Ausbildung versuchen wir zuzuhören, bevor wir etwas verlangen.
Nicht jedes Pferd lernt gleich schnell. Nicht jedes hat dieselben Stärken. Und manchmal führt der beste Weg nicht geradeaus.
Das macht die Arbeit mit Pferden für uns bis heute so besonders.
Unsere Geschichte
Bereits um 700 sollen Augustinermönche hier mit dem Bau eines Klosters und Wirtschaftshofes begonnen haben. Sie betrieben Ackerbau und hielten Schafe – und gaben dem Ort seinen Namen: Münchshof.
Über die Jahrhunderte wechselten Zeiten und Formen der Bewirtschaftung. Aus dem Klostergut wurde nach der Säkularisation eine Staatsdomäne, später ein Volkseigenes Gut. Landwirtschaft und Tierhaltung aber blieben diesem Ort über Generationen verbunden.

Für unsere Familie beginnt die Geschichte mit dem Münchshof in den 1970er Jahren.
Gerhardt Kley studierte Landwirtschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1974 kam er nach Friedrichswerth und arbeitete dort als Abteilungsleiter. 1976 wechselte er als Produktionsleiter zum VEG Saatzucht Gotha/Friedrichswerth nach Gotha-Sundhausen.
Christina Kley zog 1977 nach Gotha und arbeitete im VEG Tierproduktion. Neben ihrer Tätigkeit als Veterinäringenieurin erwarb sie eine pädagogische Zusatzqualifikation und übernahm Lehraufträge an verschiedenen Betriebsberufsschulen, zuletzt an der Betriebsberufsschule des VEG in Sundhausen.
Auch Pferde gehörten damals bereits zum Hof. In der Sektion Reitsport des Betriebes wurde geritten und mit Pferden gearbeitet.
1992 begann mit einem Reit- und Pensionsstall ein neues Kapitel. Ab Mitte der 1990er Jahre legten Gerhardt und Christina Kley mit Rheinisch-Deutschen Kaltblütern den Grundstein für die heutige Pferdezucht auf dem Münchshof.
2013 begann Mathias Kley, in der nächsten Generation mehr Verantwortung für den Münchshof zu übernehmen.
Zwei Jahre später kam mit dem Trakehner eine zweite Pferdewelt hinzu. Aus einer lange gewachsenen Begeisterung wurde nach einer Reise in seine ostpreußische Heimat eine Entscheidung: Auch diese Pferde sollten künftig zum Münchshof gehören.
Vieles hat sich seitdem verändert. Der Hof hat unterschiedliche Aufgaben übernommen und unterschiedliche Zeiten erlebt.
Heute schreiben wir seine Geschichte weiter.
Nicht alles, was einmal zum Münchshof gehörte, muss für immer bleiben. Aber manches zieht sich durch alle Veränderungen hindurch.
Die Pferde gehören dazu.
Hier & Jetzt

Heute stehen auf dem Münchshof die Pferde im Mittelpunkt.
Wir züchten Trakehner und Rheinisch-Deutsche Kaltblüter, ziehen unsere jungen Pferde selbst auf und begleiten sie auf ihrem Weg in die Ausbildung. Viele lernen bei uns nicht nur den Reiter, sondern auch das Fahren kennen.
Diese Erfahrung geben wir auch an Pferde weiter, die nicht auf dem Münchshof geboren wurden. In begrenztem Umfang nehmen wir junge Pferde zur Ausbildung auf – zum Anreiten, zum Einfahren oder für die weitere Arbeit unter dem Sattel und vor dem Wagen.
Dabei möchten wir jedem Pferd die Zeit geben, die es braucht. Nicht jedes entwickelt sich gleich, nicht jedes hat dieselben Stärken – und genau darin liegt für uns der Reiz.
Der Münchshof ist heute ein Ort, an dem Zucht, Aufzucht und Ausbildung zusammengehören. Ein Ort, an dem wir unsere Erfahrung weitergeben und gleichzeitig mit jedem Pferd weiterlernen.
Ein Ort für Pferde. Und für Menschen, die Pferde wirklich kennenlernen möchten.
Die Menschen
Ein Hof besteht aus Gebäuden, Flächen und Tieren. Zu dem, was er ist, wird er durch die Menschen.
Auf dem Münchshof sind das Menschen unterschiedlicher Generationen, mit unterschiedlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Verbindungen zu diesem Ort.
Manche leben und arbeiten hier seit Jahrzehnten. Andere sind später hinzugekommen. Was sie verbindet, ist der Münchshof – und der Alltag mit den Pferden.
Gerhardt Kley

Pferde gehörten schon zu Gerhardts Leben, lange bevor der Münchshof für unsere Familie zu dem Ort wurde, der er heute ist.
Über Jahrzehnte hat er den Hof mit aufgebaut und geprägt. Auch die Pferdezucht auf dem Münchshof hat er entscheidend mitgestaltet. Unsere Zucht des Rheinisch-Deutschen Kaltbluts trägt bis heute seine Handschrift.
2026 wurde Gerhardt für seine Verdienste um die Thüringer Pferdezucht mit dem Staatsehrenpreis ausgezeichnet.
Gerhardt ist jeden Tag auf dem Hof. Er behält die Weiden im Blick und bringt seine Erfahrung überall dort ein, wo sie gebraucht wird.
Und auch wenn Mathias inzwischen die Verantwortung trägt: Ein Münchshof ohne Gerhardt ist schwer vorstellbar.
Christina Kley
Die Pferde und das Reiten lernte Christina während ihrer Ausbildung kennen – und lieben.
Was damals begann, wurde zu einem wesentlichen Teil ihres Lebens. Über viele Jahre trug sie die Verantwortung für die Pferde, arbeitete mit ihnen, unterrichtete Reiter und züchtete mit eigenen Stuten.
Vieles von dem, was auf dem Münchshof rund um die Pferde gewachsen ist, hat sie mit aufgebaut und geprägt.
Bis heute unterstützt sie den Münchshof mit ihrer Erfahrung und ihrem Rat.
Mathias Kley

Für Mathias ist der Münchshof Heimat und Aufgabe zugleich.
In Gotha-Sundhausen aufgewachsen, hat er den Hof in ganz unterschiedlichen Zeiten erlebt. Wie sich der Münchshof heute zeigt und welchen Weg er nimmt, trägt vor allem seine Handschrift.
Er studierte Agrarwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und schloss sein Studium als Diplomagraringenieur ab.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen heute die Zucht und Ausbildung der Pferde. Junge Pferde auf ihrem Weg zu begleiten, herauszufinden, was in ihnen steckt, und ihnen dafür die nötige Zeit zu geben, prägt seine tägliche Arbeit.
Andreas Helm

Pferde begleiten Andreas schon sein ganzes Leben. Er stammt aus einer pferdebegeisterten Familie, ist selbst viele Jahre geritten und hat bis heute eigene Pferde.
Auf dem Münchshof gehört die Arbeit mit den Pferden zu seinem Alltag. Er unterstützt nicht nur bei ihrer Versorgung und den täglichen Arbeiten in Stall und Hof. Auch bei der Ausbildung bringt er sich ein und begleitet junge Pferde bei der Vorbereitung auf ihre ersten Aufgaben unter dem Sattel und vor dem Wagen.
Dabei hat Andreas ein gutes Auge für die Pferde und bemerkt schnell auch kleine Veränderungen.
Andreas gehört zu den Menschen, die dafür sorgen, dass es funktioniert.
Marco Haase

Marco kam nicht über den Beruf zum Münchshof, sondern über das Leben.
Pferde begleiten ihn bereits seit seiner Jugend. Beruflich arbeitet er im Herzkatheterlabor eines Krankenhauses. Die Pferde sind ein fester Teil seines Lebens.
Auf dem Münchshof bringt er seine Erfahrung ganz selbstverständlich ein: beim Reiten, beim Fahren und in der täglichen Arbeit mit den Pferden.
Dabei hat er einen ganz eigenen Blick auf die Pferde und seinen festen Platz auf dem Hof.
Nicht alles, was einen Hof trägt, braucht eine Stellenbeschreibung.
Sie möchten den Münchshof persönlich kennenlernen?
Wir geben Ihnen gern weitere Einblicke in den Münchshof, seine Menschen und den Hofalltag. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
